Agave

Die Agave ist eine Kübelpflanze, die nur als Solitärpflanze zur Geltung kommt. Sie ist in Südeuropa, aber auch in Mittel- und Südamerika beheimatet. Die breiten, langen Blätter laufen spitz zu und sind an den Rändern gezackt und mit kleinen Stacheln besetzt. An der Blattspitze befindet sich ein Enddorn. Die Blätter sind graugrün, hellgrün oder an den Rändern von gelben Streifen eingefasst. Die Blätter bilden Rosetten, in deren Mitte die neuen Blätter spitz nach oben ragen. Agaven blühen nur einmal in ihrem Leben. Es dauert mehrere Jahrzehnte, bis eine Agave eine Blüte hervorbringt. Je nach Art kann es 30 Jahre, aber auch 50 Jahre dauern, bis der mehrere Meter hohe rispenförmige Blütenstand, an dem sich die glockenförmigen Blüten befinden, erscheint. Nach der Blüte stirbt die Agave ab.

Agaven sind einfach zu pflegen. Sie benötigen einen sonnigen Standort. Jedoch sollten sie erst allmählich an die Sonne gewöhnt werden, damit die Blätter nicht verbrennen. Nach dem Kauf einer Agave oder wenn die Agave nach der Überwinterung wieder ins Freie kommt, sollte sie zunächst zwei Wochen lang im Halbschatten stehen, da intensive Sonneneinstrahlung am Anfang die dicken Blätter verbrennen kann. Später kann die Agave in die Sonne. Im Herbst, wenn das Quecksilber unter 0 °C sinkt, sollten die Agaven hereingenommen werden und bei ca. 10 °C an einem hellen Standort überwintern. In dieser Zeit ist die Agave nur wenig zu gießen. Wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist, kann die Agave wieder ins Freie.

Die Agaven benötigen durchlässiges Substrat und nur wenig Nährstoffe. Das Substrat sollte aus zwei Teilen Blumenerde und einem Teil Sand gemischt werden. Eine Agave benötigt wenig Wasser, jedoch sollte der Wurzelballen nicht austrocknen. Die Oberfläche der Erde sollte jedoch nach dem Gießen abtrocknen. Im Abstand von zwei Wochen kann die Agave in den Sommermonaten eine mineralische Düngung erhalten. Umtopfen sollte man die Agaven im Frühjahr.