Clematis

Die Clematis, auch Waldrebe genannt, ist eine Kletterpflanze, mit der man Hauswände, Spaliere und Pergolen beranken kann. Die Clematis überzeugt durch ihre großen, sternförmigen Blüten, die von Juni bis September erscheinen. Für den Garten werden hauptsächlich Clematis-Hybriden verwendet. Bei den Blüten ist eine Vielzahl von Farben und Formen anzutreffen. Neben kleinblütigen Sorten, deren Blüten einen Durchmesser von 3 bis 4 cm haben, gibt es großblütige Sorten mit einem Blütendurchmesser von 10 bis 12 cm. Die Blüten sind weiß, rosafarben, blau, violett, rot oder mehrfarbig. Inzwischen wurden auch Hybriden mit gefüllten Blüten gezüchtet. Nach der Blütezeit bilden sich nussähnliche Früchte mit langen, silbrigen Federborsten.

Der Standort der Clematis sollte sonnig bis halbschattig sein. Eine Ost- oder Westseite ist gut geeignet. Die Clematis ist winterhart. Sie bevorzugt lehmigen oder humosen Boden und verträgt keine Staunässe. Um Staunässe zu vermeiden, sollten Kieselsteine, Schotter oder Blähton in den Boden eingearbeitet werden. Die Clematis benötigt viel Wasser und sollte im Frühjahr etwa alle zwei Wochen mit mineralischem oder organischem Dünger gedüngt werden.

Um das Verkahlen der Clematis von unten zu verhindern, sollte die Pflanze im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr auf etwa 20 bis 50 cm über dem Boden zurückgeschnitten werden.

Die Clematis wird bei langen Regenperioden im Sommer häufig von Krautfäule befallen, die sich jedoch mit kupferhaltigen Mitteln behandeln lässt. Triebe, Knospen und Blüten können von der Clematiswelke, die durch einen Pilz verursacht wird, befallen werden. In diesem Fall muss die Pflanze bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Bei nassem und schwülwarmem Wetter kann es zur Mehltaubildung kommen. Ein wirksames Mittel gegen Mehltau ist Netzschwefel.