Die Fetthenne (Sedum)

Die Fetthenne (Sedum) ist eine sehr genügsame Pflanze, denn sie stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Standort und kommt mit sehr wenig Wasser aus. Sie gehört zu den Dickblattgewächsen und speichert in ihren dicken Blättern Feuchtigkeit. Die Fetthenne liebt einen warmen, sonnigen Standort, gedeiht allerdings auch im Halbschatten. Sie benötigt nicht viele Nährstoffe, daher ist sie für den Steingarten geeignet. Sie vermehrt sich schnell und bildet größere Polster. Die Fetthenne wird bis zu 30 cm hoch. Die hellgrünen, gezackten, etwa 3 cm langen Blätter sind quirlförmig am Stängel angeordnet. Bei großer Hitze, Trockenheit und bei Kälte verfärben sich die Blätter rötlich. Wenn sich die Witterungsverhältnisse wieder normalisieren, nehmen die Blätter wieder eine grüne Farbe an. Auf dem Ende des Stängels erscheint die doldenartige Blüte. Die Einzelblüten sind klein und je nach Art weiß, rostrot, rosafarben oder violett. Auch Arten mit großen gelben, sternförmigen Blüten gibt es. Die Fetthenne blüht teilweise bereits im Juni, einige Arten zeigen im Juli oder August ihre Blütenpracht und blühen bis in den Herbst hinein.

Die Fetthenne sollte in ausreichendem Abstand zueinander gepflanzt werden, da sie große Polster bildet. Sie kann in Gruppen, als Beeteinfassung oder als Solitärpflanze gepflanzt werden. Auf das Gießen kann verzichtet werden, denn die Fetthenne kommt mit Regenwasser aus. Düngung ist nicht erforderlich. Die Fetthenne ist ausdauernd, winterhart und bereitet viele Jahre lang Freude. Vor dem Winter sollte sie nicht geschnitten werden. Die Stängel sterben im Winter ab und sollten im zeitigen Frühjahr knapp über dem Boden zurückgeschnitten werden. Dabei kann man bereits beobachten, dass sich frische Triebe zeigen.

Vermehrt werden kann die Fetthenne durch Stecklinge. Dazu werden die Stängel im Sommer in einer Länge von ca. 10 cm abgeschnitten und in die Erde gesteckt. Sie bewurzeln nach kurzer Zeit.