Die Heidepflanzen (Calluna)

Zu den Heidepflanzen gehören die Sommer- und die Winterheide, die Glockenheide und die Erika. Dabei wird unterschieden zwischen winterharten und nicht winterharten Heidepflanzen. Die Blüten der Heidepflanzen erscheinen in Rispen. Die Einzelblüten sind klein, sitzen jedoch dicht nebeneinander. Das dunkelgrüne, filigrane Laub, das an Tannennadeln erinnert, bildet zu den violetten, roten, grünlichen oder weißen Blüten einen reizvollen Kontrast. Die Heidepflanzen werden 15 bis 40 cm hoch, verzweigen sich und bilden Polster. Um die richtige optische Wirkung zu erzielen, sollten viele Heidepflanzen zusammen gepflanzt werden. Sie lassen sich gut zusammen mit Krähenbeeren, Preiselbeeren und Farnen pflanzen. Auch in Blumenschalen wirken mehrere Heidepflanzen sehr dekorativ.

Die Heidepflanzen unterscheiden sich nach der Blütezeit. Die Winterheide entfaltet bereits im Februar ihre Blütenpracht und blüht bis in den April hinein. Die Sommerheide beginnt im August zu blühen und entfaltet ihre Blütenpracht teilweise bis Anfang November. Die Glockenheide hat größere Blüten, blüht in den Sommermonaten und ist nicht winterhart.

Heidepflanzen bevorzugen einen sauren, humosen, durchlässigen Boden, der mit Torf oder Moorbeeterde verbessert werden kann, und einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie sollten regelmäßig bewässert werden. Kalkhaltiges Wasser ist zu vermeiden, am besten ist Regenwasser geeignet. Die Düngung mit Kompost sollte ein- bis zweimal jährlich erfolgen. Auf Mineraldünger ist zu verzichten.

Winterharte Heidepflanzen sind im Abstand von 30 cm zu pflanzen, da sie große Polster bilden können. Gepflanzt werden sollte zwischen August und November oder von März bis Mai. Winterharte Heidepflanzen sind vor starkem Frost zu schützen, indem man sie mit Rindenmulch oder Laub abdeckt. Luftdurchlässiges Vlies ist ebenfalls als Frostschutz geeignet. Im Frühjahr sind abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen.