Herbstzeitlose (Colchicum)

Die Herbstzeitlose ist als Gartenpflanze sehr beliebt und zeigt von Anfang September bis in den November ihre großen, hellvioletten Blüten mit gelben Staubgefäßen und weißen Stängeln. Die Blüten erinnern stark an Krokusse. Charakteristisch ist, dass sich im Herbst kein Laub zeigt. Das Laub erscheint bereits im Frühjahr in Form von lanzettartigen, etwa 20 cm langen und bis zu 7 cm breiten Blättern, die den Blättern der Maiglöckchen sehr ähnlich sind. Im Frühsommer zieht die Herbstzeitlose ihr Laub ein. Das Laub wird oft mit Bärlauchkraut, das in der Küche mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, verwechselt. Es weist jedoch im Gegensatz zu Bärlauchkraut keinen Geruch auf. Dies ist zu prüfen, um Vergiftungsgefahr auszuschließen, denn die Herbstzeitlose ist giftig. Eine Besonderheit dieser Pflanze ist, dass die Frucht vor der Blüte reift, denn sie erscheint bereits im Frühsommer, bevor das Laub einzieht. Ist das Laub eingezogen, reift die Frucht.

Die Herbstzeitlose kommt, in Büscheln gepflanzt, in Rasenflächen besonders gut zur Geltung. Sie ist ausdauernd und völlig winterhart. An die Pflege stellt sie keine besonderen Ansprüche, gedeiht allerdings besonders gut auf nährstoffreichen, feuchten und kalkhaltigen Böden, an sonnigen und windgeschützten Standorten.

Die Herbstzeitlose ist, ebenso wie die Frühlingsblüher, eine Zwiebelpflanze. Die Zwiebel sollte im Juli oder August etwa 5 bis 10 cm tief in die Erde gesteckt werden. Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte etwa 30 cm betragen, da sich die Herbstzeitlose schnell vermehrt. Der Boden darf nicht austrocknen.

Da die Herbstzeitlose giftig ist, sollte man sie nicht pflanzen, wenn sich kleinere Kinder im Garten aufhalten. Das Gift der Herbstzeitlose wird in der Medizin zur Behandlung von Gicht und Rheuma verwendet.