Tillandsien

Als Geschenk sind Arrangements mit Tillandsien, die häufig auf Baumscheiben oder in Kieselsteine gepflanzt sind, mit verschiedenen Dekorationselementen sehr beliebt. Tillandsien stellen nahezu keine Ansprüche und sind daher besonders für Anfänger geeignet. Die Tillandsien sind in Mittel- und Südamerika beheimatet und wachsen dort als Epiphyten auf Bäumen. Die grünen oder grauen Blätter sind unterschiedlich dick und lang, laufen in einer Spitze aus und sind rosettenförmig angeordnet. Die Blätter sind mit kleinen Schuppen besetzt, mit denen sie aus der Luft die Feuchtigkeit aufnehmen und speichern. Viele Arten überzeugen mit farbenprächtigen Trichterblüten.

Tillandsien sind wahre Überlebenskünstler. Sie können im Zimmer, aber in den warmen Monaten auch im Freien gehalten werden. Sie sind nicht winterhart und sollten daher vor den ersten Nachtfrösten hereingeholt werden. Dort können sie bei 10 bis 15 °C überwintern. Tillandsien bevorzugen einen sonnigen Standort und sollten nicht zu kalt stehen. Für die Bewässerung ist das Besprühen mit lauwarmem Wasser einmal wöchentlich ausreichend. Wird zu häufig und zu intensiv gesprüht, neigen Tillandsien schnell zur Algenbildung. Pflanzen, die bereits veralgt sind, sollten an einen sonnigen, warmen Standort gebracht werden, um abzutrocknen.

Tillandsien können völlig ohne Substrat auskommen. Sie können auf Äste, alte Weinreben oder Wurzeln gebunden werden. Es ist darauf zu achten, dass dieses Material nicht zu schnell verrottet. Tillandsien, die etwas mehr Feuchtigkeit vertragen, können mit Moos unterlegt werden. Mit einer zerschnittenen alten Damenstrumpfhose lassen sich die Tillandsien gut befestigen. Tillandsien können jedoch auch in Kieselsteine gepflanzt werden.

Ist nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen, können die Tillandsien an einen sonnigen Standort ins Freie. Sie sollten vor Regen und Wind geschützt werden.